© 2026 Bernard Niemeyer

Dear Evan Hansen
Buch von Steven Levenson
Musik und Gesangstexte von Benj Pasek und Justin Paul
Musikalische Leitung: Ekaterina Klewitz
Choreografie: Larissa Fühner
Bühne: Mara Lena Schönborn
Kostüm: Katharina Savvides
Deutsch von Nina Schneider
Premiere: 10. und 12. April 2026 am Jungen Theater Bonn in Kooperation mit dem Theater Bonn

Das Musical „Dear Evan Hansen“ am Jungen Theater Bonn entfaltet unter der Regie von Bernard Niemeyer eine eindringliche, klug durchgearbeitete Story, die sich ganz aus der Perspektive ihrer Figuren speist und deren innere Verwerfungen sichtbar macht – intensiv, direkt, schonungslos erzählt.
Niemeyer zeichnet die Figuren mit sicherem Gespür für ihre Brüche und Sehnsüchte. Er lässt ihnen Raum, ohne sie je ins Ungefähre entgleiten zu lassen…..
Kulturfeder
Die Bonner Inszenierung in der Regie von Bernard Niemeyer setzt dabei weniger auf plakative Effekte als vielmehr auf emotionale Glaubwürdigkeit - und genau hierin liegt ihre große Stärke. (...)
Mit „Dear Evan Hansen“ ist dem Jungen Theater Bonn eine bewegende, hochaktuelle und hervorragend besetzte Inszenierung gelungen, die eindrucksvoll zeigt, wie emotional und relevant modernes Musicaltheater sein kann.
Ein Abend, der berührt, nachdenklich macht und das vornehmlich junge Publikum bewegt.
Blickpunkt Musical

Der Teenager Evan Hansen ist einsam und fühlt sich sein Leben lang unsichtbar. Er leidet unter Angststörungen und gilt in der Schule als Sonderling und Außenseiter. Im Rahmen seiner Therapie soll Evan Briefe an sich selbst schreiben, doch einer dieser Briefe gerät in die Hände seines
Mitschülers Connor, der Evan regelmäßig mobbt. Doch als Connor sich kurz darauf das Leben nimmt, finden seine Eltern den Brief bei ihrem Sohn. Sie denken, dass Evan der beste Freund ihres Sohnes gewesen sei. Und Evan ist darüber so glücklich, dass er das Missverständnis erstmal nicht aufklärt, sondern es sogar noch weiterspinnt. Er denkt sich alles möglichen Erlebnisse aus, die er angeblich gemeinsam mit Connor hatte, und Erklärungen dafür, warum niemand etwas von ihrer Freundschaft mitbekommen hat. Dabei wird Evan zur Hauptfigur der Aktivitäten an der Schule, mit denen die Trauer um Connor und sein Andenken gefeiert werden. Doch dann verstrickt Evan sich
immer tiefer in dem Geflecht seiner Lügen, aus dem es bald kein Entrinnen mehr für ihn gibt, außer die Wahrheit zu sagen, und zu sich selbst zu stehen...
"Dear Evan Hansen"wurde 2015 in Washington, D.C. uraufgeführt, bevor es ab November 2016 am Broadway in New York lief und 2017 mit sechs Tony-Awards ausgezeichnet wurde. Kurze Zeit später lief das von Benj Pasek und Justin Paul ('The Greatest Showman', 'La La Land') komponierte und von Steven Levenson geschriebene Musical auch im Londoner West End, wo es bis Oktober 2022 sehr erfolgreich war.

Erneut findet die Regie von Niemeyer einen mühelos leichten Umgang mit schweren Themen, macht Mut in Krisenzeiten, die von
Hoffnungslosigkeit und Einsamkeit geprägt sein können.
General-Anzeiger
Die Besetzung
Evan Hansen: Martin Wald, Zoltán Selo
Connor Murphy: Laszlo Helbling, Albert Teves
Zoe Murphy: Clélia Oemus, Filia Faste
Jared Kleinman: Ahmed El Kholy, Maximilian Teschner
Alana Beck: Annika Schneider, Sophie Dick
Heidi Hansen: Nina Janke (a.G.)
Cynthia Murphy: Anja von der Lieth
Larry Murphy: Axel Becker
Ensemble: Jakob Budde, Daniela Craciun, Eliana Craciun, Rumeysa Gülen, Pia Klotz, Soraya-Nikita Krajewski, Konstantin Kluth, Emilia Paereli, Alex Schmitz
Das große Highlight dieser Inszenierung ist Bernard Niemeyers Regieansatz. Ihm gelingt es, die im Zentrum der Handlung befindlichen Figuren allesamt plastisch und facettenhaft zu zeichnen. Dabei liegt sein Fokus auf dem Innenleben der Charaktere, auf ihren Ängsten, Hoffnungen und menschlichen Makeln. Keiner der Figuren ist fehlerfrei, jeder und jede tut moralisch fragwürdige bis verwerfliche Dinge, die alle aus zutiefst menschlichen Gefühlen und Problemen entstehen (….) So schafft es Niemeyer, eine inszenatorisch dichte, emotional packende Geschichte zu präsentieren, die nachwirkt.
Musicalzentrale